Politik/Wirtschaft und Sozialwissenschaften
Fachlehrer: Herr Kalter, Herr Kohlmann und Herr Schlüter.
Aktuelles aus dem Fach (12.11.2009) hier beginnt der reguläre Text
100. Schülerin beginnt mit den Prüfungen zum ECDL (European Computer Driving Licence)
Seit März 2008 haben insgesamt 111 Schüler und Lehrer mit dem Europäischen Computerführerschein angefangen oder diesen bereits abgeschlossen. Heute müssen Schüler und Schülerinnen ihre Fertigkeiten im Umgang mit dem Computer nicht nur erlernen, sondern am Arbeitsplatz oder bei der Jobsuche auch nachweisen können. Aus diesem Grund bescheinigt das Montessori-Gymnasium die IT-Kenntnisse, die im Jg. 8 und 9 im Differenzierungskurs Sozialwissenschaften/Informatik erworben werden, durch ein international anerkanntes Zertifikat. In Köln sind wir neben verschiedenen privaten Anbietern und Berufskollegs eines der wenigen Gymnasien, das dieses Zertifikat anbieten kann. Der ECDL (European Computer Driving Licence) ist ein in 148 Ländern anerkanntes Zertifikat zum Nachweis von grundlegenden IT-Kenntnissen. Die Prüfungen nimmt Herr Schlüter ab.
Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.dlgi.org/de/
Oberstufenschüler lesen die „Frankfurter Rundschau“
Schüler der Oberstufe erhalten in diesem letzten Schuljahr kostenlos die Tageszeitung „Frankfurter Rundschau“. Im gesamten Gebäude stehen Medienecken mit Computern zur Verfügung, von wo aus Schüler die aktuellen Nachrichten verfolgen können. Unsere Schulbibliothek schafft den geeigneten Rahmen für eine Zeitungslektüre. Das Projekt wird von Herrn Kohlmann betreut.
Zum Projekt „Frisch“ der Frankfurter Rundschau vgl. http://frisch.die-neue-fr.de/
Schüler des Differenzierungskurs erlernen in der 8. Klasse den Umgang mit Geld am Computer
Am Montessori-Gymnasium in Köln werden im Differenzierungskurs Sozialwissenschaften/Informatik (Jg. 8 und 9) ökonomische und soziologische Themen ausschließlich am Computer erlernt. So erlernen die Schüler zum Beispiel das Thema „(Wie) sollte ich mein Geld anlegen?“, indem sie durch einen Vergleich beurteilen können, welches Girokonto für sie günstig ist; sie erwerben Wissen durch den „Finanzführerschein“ (einem Online-Test) und durch eine Internetrecherche suchen und berechnen sie die beste Anlagemöglichkeit für ihr Geld.
Unser Unterricht verbindet den Erwerb von praktischen Fertigkeiten im Umgang mit Finanzen mit einer kritischen Urteilsfähigkeit. Auch in diesem Jahr besuchen wir wieder die Stadtsparkasse Köln. Diese Unterrichtsreihe wurde gemeinsam von Franziska Patzner (Deutsche Bank PGK AG) und Andrè Schlüter (Montessori-Gymnasium, Köln) entwickelt. Das Gesamtkonzept inklusive Anleitungen wird in der Reihe „TrappenTexte“ im Jahr 2010 veröffentlicht (http://www.oekonomie-im-unterricht.de).
Schüler als Unternehmer! Internet-Planspiel-Wirtschaft
Seit dem Jahr 2007 nehmen Schüler des Montessori-Gymnasiums im Fach Sozialwissenschaften jährlich am Internet-Planspiel-Wirtschaft des Ruhrforschungszentrums Düsseldorf teil. Im Schuljahr 2008/2009 waren landesweit 576 Gruppen am Start; diese konkurrierten an 64 Märkten. Von vier Spielteams des Montessori-Gymnasiums haben es zwei Gruppen ins Halbfinale geschafft! Auch in diesem Jahr sind wieder mit vier Teams der Jahrgangstufe 10 dabei.
Weitere Informationen erhalten Sie unter: https://www-plan.fb5.uni-siegen.de/rfzplan/
Kompetenzentwicklung im Fach Politik/Wirtschaft
„Die Schülerinnen und Schüler erwerben im Fach Politik/Wirtschaft im Hinblick auf dessen Grundanliegen "politische und wirtschaftliche Mündigkeit" sowie "Demokratie- und Politikbewusstsein" folgende fachspezifischen Kompetenzen, die sie für die Entwicklung und Wahrnehmung ihrer Bürgerrollen in der Demokratie und hinsichtlich der Ziele wirtschaftlicher Selbst- und Mitbestimmung und wirtschaftlicher Handlungsfähigkeit benötigen:
Sachkompetenz,
Methodenkompetenz,
Urteilskompetenz sowie
Handlungskompetenz
Um diese Kompetenzen zu erlernen, wird am Montessori-Gymnasium für jede Kompetenz ein besonderer Vermittlungsschwerpunkt gesetzt:
Methodenkompetenz durch computergestütztes Lernen
Berufsorientierung durch den ECDL
Handlungskompetenz durch lebenspraktische Bezüge
Sachkompetenz durch das Einbinden aktueller Tagesnachrichten sowie
Urteilskompetenz durch Planspiele und Rollenübernahmen

Computergestütztes Lernen im Differenzierungskurs Sozialforschung
In den Jahrgängen 8 und 9 können unsere Schüler in einem Kursangebot (Differenzierungsbereich II) zwischen Biologie/Chemie, Lateinisch und Sozialforschung wählen und erhalten dadurch die Möglichkeit ihre eigenen Schwerpunkte zu finden und zu vertiefen.
Experimente und die Hinführung zum wissenschaftlichen Arbeiten stehen im Mittelpunkt unserer Wahlpflichtkurse Biochemie und Sozialforschung (vormals Informatik).
Die Fertigkeiten im Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologien spielen in der Bildung und im Beruf eine zentrale Rolle. Im Differenzierungskurs Sozialforschung werden demzufolge ökonomische und soziologische Themen ausschließlich computergestützt erlernt. Dabei geht es nicht nur um den Erwerb von praktischen Fertigkeiten im Umgang mit dem Computer, sondern die Möglichkeiten der neuen Technologien werden funktional eingesetzt, um ökonomische und soziologische Themen handlungsorientiert zu erlernen. So erlernen die Kursteilnehmer zum Beispiel die Problemstellung „Wie sollten wir Wirtschaft begreifen?“, indem sie mit einem Textverarbeitungsprogramm ein digitales Wirtschaftslexikon erstellen, der Wirtschaftskreislauf wird dynamisch mit dem Programm Power Point visualisiert und das Programm Excel wird eingesetzt um mit den Daten aus einer eigenen Erhebung der Lebenshaltungskosten die Inflationsrate zu berechnen. Auch komplexe Aufgaben wie zum Beispiel die Bearbeitung eines empirischen Forschungsprojektes in Teams mit dem Programm GrafStat (Befragungs- und Statistikprogramm) oder die Führung eines Unternehmens im „Internet-Planspiel Wirtschaft“ gehören zu den Anforderungen, die wir an unsere Schüler stellen.
Weitere Informationen zum Thema Forschen mit Grafstat erhalten Sie unter: http://www.forschen-mit-grafstat.de
Zertifizierung von IT-Kenntnissen durch den ECDL (European Computer Driving Licence)
Heute müssen Schüler und Schülerinnen ihre Fertigkeiten im Umgang mit dem Computer nicht nur erlernen, sondern am Arbeitsplatz oder bei der Jobsuche auch nachweisen können. Aus diesem Grund bescheinigt das Montessori-Gymnasium die IT-Kenntnisse, die im Differenzierungskurs Sozialforschung erworben werden, durch ein international anerkanntes Zertifikat. Seit März 2008 ist Montessori-Gymnasium als ECDL™ Prüfungszentrum autorisiert den Europäischen Computerführerschein an Schüler und Lehrer zu vergeben. In Köln sind wir neben verschiedenen privaten Anbietern und Berufskollegs eines der wenigen Gymnasien, das dieses kostenpflichtige Zertifikat erheblich preiswerter anbieten kann als private Anbieter. Der ECDL (Europäischer Computerführerschein) ist ein in 148 Ländern anerkanntes Zertifikat zum Nachweis von grundlegenden IT-Kenntnissen. Allein in Deutschland nehmen neben dem Montessori-Gymnasium inzwischen rund 1.000 Prüfungsszentren die ECDL-Tests ab. Wer den ECDL absolviert hat, ist in der Lage, den Computer als Werkzeug in der täglichen Arbeit effizienter zu nutzen. Der ECDL ist die Grundlage für weiterführende und berufsspezifische, spezialisierte Computerschulungen. Der Europäische Computerführerschein umfasst insgesamt sieben Module, für die jeweils eine kostenpflichtige Prüfung abgelegt wird:
Modul 1: Grundlagen der Informationstechnologie
Modul 2: Betriebssysteme (z.B. in Windows XP)
Modul 3: Textverarbeitung (z.B. in Word)
Modul 4: Tabellenkalkulation (z.B. in Excel)
Modul 5: Datenbank (z.B. in Access)
Modul 6: Präsentation (z.B. in Power Point)
Modul 7: Internet (z.B. in Firefox / Thunderbird)
Schüler, die alle sieben Module erfolgreich abschließen, erwerben mit dem Abschluss der Sekundarstufe I ein international anerkanntes Zertifikat, das standardisierte und produktunabhängige IT-Fähigkeiten bescheinigt.
Weitere Informationen zum ECDL erhalten Sie unter: http://www.dlgi.org/de/
Gelerntes in lebenspraktischen Situationen anwenden
Die politische, gesellschaftliche und ökonomische Handlungskompetenz umfasst die Fähigkeit, gelerntes Wissen in lebenspraktischen Situationen anzuwenden. „Schülerinnen und Schüler sind am aufmerksamsten und konzentriertesten, wenn sie sich mit Lernaufgaben beschäftigen, die persönlich bedeutungsvoll für sie sind […]. Durch die lebenspraktischen Bezüge erhält das Wissen für die Schüler/innen eine sinnvolle Ordnung, wird mit Anwendungssituationen vernetzt und ist dadurch für die Lernenden in neuen Problemsituationen flexibler und leichter nutzbar.“ Aus diesem Grund spielt der lebenspraktische Bezug im Fach Politik/Wirtschaft und Sozialwissenschaften eine bedeutsame Rolle: So erlernen Schüler nicht nur die volkswirtschaftlichen Funktionen von Geld, sondern sie setzten sich mit Themen wie Dispositionskredit, Girokonto, Aktien, Finanzierung des Studiums und Verschuldung auseinander. Wer zum Bespiel einen Nettolohn, Arbeitslosengeld I und II selbstständig berechnen kann, der kann auch die Sozialpolitik besser beurteilen. Derartige Modellrechnungen machen abstrakte Inhalte für Schüler anschaulich und verständlich.
Sachkompetenz durch Tagesnachrichten
Sachkompetenz über grundlegende politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Kenntnisse ist notwendig zum Verständnis gesellschaftlicher Strukturen und Prozesse. Neben dem Unterricht ist es deshalb sinnvoll, dass Schüler die aktuellen Nachrichten aktiv und kritisch verfolgen. In der Schule erhalten Schüler der Oberstufe kostenlos die Tageszeitung Frankfurter Rundschau, im gesamten Gebäude stehen Medienecken mit Computern zur Verfügung, von wo aus Schüler die aktuellen Nachrichten verfolgen können. Unsere Schulbibliothek schafft den geeigneten Rahmen für eine Zeitungslektüre. Lernkontrollen zu den aktuellen Tagesnachrichten schaffen den nötigen Anreiz, damit Schüler „am Ball bleiben“.
Weitere Informationen zum Projekt "Frisch" der Frankfurter Rundschau erhalten Sie unter: https://www-plan.fb5.uni-siegen.de/rfzplan/
Handlungsorientierung und Urteilskompetenz
Politische, gesellschaftliche und ökonomische Urteilsfähigkeit sowie Handlungskompetenz ist die zentrale Schlüsselkompetenz politischer Bildung. Sie beinhaltet die Befähigung zu einer selbstständigen, begründeten Beurteilung politischer Ereignisse. Gerade politische Prozesse lassen sich dann besonders gut beurteilen, wenn Schüler selbst die Rollen von z.B. Unternehmern, Wissenschaftlern, Diplomaten im UN-Sicherheitsrat oder der Zentralbank übernehmen und aus ihrer interessengeleiteten Perspektive Entscheidungen treffen. Planspiele, in denen Schüler selbst eine Wirtschaftsordnung entwerfen, Entscheidungen im UN-Sicherheitsrat treffen oder ein Grundgesetz verfassen, sind besonders lernwirksam und motivieren Schüler im besonderen Maße, da sie Gelegenheit haben, ihr Können zu zeigen und zu erleben und sie daran auch Freude haben.
André Schlüter (Fachkonferenzvorsitzender Politik/Wirtschaft und Sozialwissenschaften)
Köln, den 15. Oktober 2008